Mobile Marketing ist einer der großen Werbetrends. Gemeint sind damit alle Marketing-Aktivitäten, die ihre Zielgruppen direkt auf Mobilgeräten – vor allem Smartphones, aber auch Tablets – erreichen. Das ist nicht nur kostengünstig, sondern auch effektiv. Die Zahl der Smartphone-Nutzer in Deutschland hat sich in den letzten sechs Jahren verdoppelt. Datentarife sind sehr günstig geworden, schnelles Internet ist fast überall verfügbar, großzügige Datenvolumina erlauben eine ständige Online-Verbindung und damit Interaktion zwischen Unternehmer und Konsumenten.

Von der SMS zur App.

Schon mit den ersten Handys begann auch deren Nutzung für Marketing-Aktivitäten. SMS bedeutete Werbebotschaften auf maximal 160 Zeiten, ohne zweiseitige Kommunikation und ohne Möglichkeit einer wirksamen Erfolgskontrolle. Da brachte auch die MMS keine wesentliche Verbesserung. Erst das Smartphone und die mobile Internet-Verbindung bedeuteten den Durchbruch. Für Mobilgeräte optimierte Webseiten und Apps erlauben nicht nur das passive Verbreiten von Informationen, sondern eine Reaktion des Konsumenten. Marketing-Fachleute unterscheiden die Aktivierungsphase, in der der potenzielle Kunde erstmals angesprochen wird, die Informationsphase, in der ein Bedarf geweckt wird, und die Aktionsphase, in der das werbende Unternehmen eine Lösung präsentiert, die beispielsweise zu einem Vertragsabschluss führen soll. Apropos erlauben: Mobile Marketing ist nur mit einer Genehmigung des Angesprochenen zulässig. Bei der SMS ist das ein Problem, denn sie darf nicht unverlangt zugesandt werden. Für E-Mails, die auf Mobilgeräten empfangen werden können und damit auch unter den Begriff Mobile Marketing fallen, gilt das ebenfalls. Webseiten werden dagegen aus eigenem Antrieb besucht, Apps aktiv heruntergeladen. Die App fragt dann nach Berechtigungen, zum Beispiel der Nutzung von Standortinformationen, um etwa Rabattgutscheine für nahegelegene Restaurants oder Shops anzubieten. Selbst Spiele lassen sich so verkaufen – man denke nur an Pokémon Go.

Vielfältige Nutzungsmöglichkeiten.

Sogenannte Location Based Services, die sich am Standort des Nutzers orientieren, stehen bei Datenschützern ebenso in der Kritik wie personalisierte Werbung. Andererseits: Gezielte Werbung, die von eigenen Interessen und dem Aufenthaltsort bestimmt ist, wird von vielen Menschen positiver empfunden als eine ungezielte Spam-Flut. Der Hinweis auf ein Sonderangebot in dem Geschäft, vor dem man sich gerade aufhält, ist ebenso willkommen wie für Autofahrer die Benachrichtigung über freie Plätze in einem Parkhaus. Auch für reine Online-Angebote bietet Mobile Marketing gewaltiges Potenzial. Interessant sind Verknüpfungen von Online- und Offline-Diensten, beispielsweise die Nutzung digitaler Zahlungsdienstleistungen in physischen Geschäften. Zukünftig werden Algorithmen das Nutzerverhalten immer besser voraussagen können und diese Informationen für Mobile Marketing nutzbar machen.

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